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Was ist systemisches Coaching?

Systemisches Coaching ist eine professionelle, ressourcenorientierte Begleitung von Menschen bei beruflichen oder persönlichen Fragestellungen.

Von Julius Achenbach, systemischer Coach (IHK, SCGD) und M.Sc. · Geprüft und aktualisiert im Oktober 2026

Heller Raum mit Sessel und Pflanzen am Fenster

Im Mittelpunkt steht der Mensch in seinem jeweiligen Kontext, also in Beziehung zu seinem Umfeld, seinen Rollen, inneren Überzeugungen und den Systemen, in denen er lebt.

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Systemisches Coaching geht davon aus, dass Verhalten immer im Zusammenhang mit äußeren und inneren Bedingungen entsteht und innerhalb dieses Rahmens Sinn ergibt.

Die systemische Grundhaltung

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Eine zentrale Annahme des systemischen Coachings ist, dass Menschen grundsätzlich über die Fähigkeiten und Ressourcen verfügen, um Veränderungen zu gestalten. Der Coach versteht sich als Begleiter, der Reflexion ermöglicht und neue Perspektiven eröffnet.

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Probleme gelten als Ausdruck von Wechselwirkungen zwischen Person, Umfeld und inneren Mustern.

Theoretische Grundlagen

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Systemisches Coaching greift auf verschiedene wissenschaftliche Konzepte zurück:

  • Die Kommunikationstheorie, unter anderem geprägt durch Paul Watzlawick, betont, dass Kommunikation immer auch Beziehung ist und Verhalten nicht isoliert betrachtet werden kann.

  • Das Vier-Seiten-Modell von Friedemann Schulz von Thun verdeutlicht, dass jede Nachricht mehrere Ebenen hat (Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung, Appell) und unterschiedlich verstanden werden kann.

  • Ergänzt wird dieser Ansatz durch systemtheoretisches Denken, das Wechselwirkungen in den Blick nimmt, sowie durch konstruktivistische Annahmen, nach denen Wirklichkeit subjektiv wahrgenommen und interpretiert wird.

Wohnraum mit Sofa, Sessel und Bücherregal in warmen Farben

Ablauf eines systemischen Coachings

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Systemisches Coaching orientiert sich häufig an einem Prozess:

  1. Anliegen klären: Worum geht es konkret? Was soll durch das Coaching erreicht werden?

  2. Situation erfassen: Die aktuelle Situation wird betrachtet, einschließlich relevanter Kontexte, Muster und vorhandener Ressourcen.

  3. Ziele entwickeln: Gemeinsam werden Ziele formuliert und Perspektiven erweitert.

  4. Lösungen erarbeiten: Es entstehen konkrete Handlungsmöglichkeiten, die zur individuellen Situation passen.

  5. Umsetzen: Die entwickelten Strategien werden im Alltag erprobt.

  6. Reflektieren: Die Erfahrungen werden ausgewertet, woraus sich weitere Schritte oder neue Fragestellungen ergeben können.

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Dieser zyklische Charakter ermöglicht nachhaltige Entwicklung und kontinuierliche Anpassung.

Systemisches Coaching und ADHS

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Systemisches Coaching eignet sich besonders für Menschen mit ADHS, da es individuelle Lösungen entwickelt. Es geht darum, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Motivation, Selbstwirksamkeit und Energie fördern.

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Maßstab ist, was für den einzelnen Menschen im Alltag funktioniert.

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Wie ich systemisch und mit AGIL arbeite und was es kostet, findest Du bei den Angeboten. Meine Ausbildung und meinen Werdegang findest Du unter Über mich.

Abgrenzung

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Systemisches Coaching ist keine Therapie, stellt keine Diagnosen und behandelt keine psychischen Erkrankungen. Es dient der persönlichen Entwicklung, Orientierung und Alltagsgestaltung.

Wichtig

Systemisches Coaching ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Diese Seite dient der Information und Orientierung. Bei psychischen Notlagen oder Notfällen aller Art wende Dich bitte unbedingt an ärztliche oder psychotherapeutische Stellen.

Quellen

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  • Watzlawick, P., Beavin, J. H. & Jackson, D. D. (1969): Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien. Huber

  • Schulz von Thun, F. (1981): Miteinander reden 1. Störungen und Klärungen. Rowohlt

  • von Schlippe, A. & Schweitzer, J. (2012): Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I. Das Grundlagenwissen. Vandenhoeck & Ruprecht

Wie es weitergehen kann

Systemisch und mit AGIL

Im Coaching richten wir AGIL auf Deinen Alltag ein. Ich arbeite systemisch: Wir schauen auch auf Anforderungen, Erwartungen und Rahmenbedingungen, die beeinflussen, wie gut Dinge für Dich funktionieren.

Wichtig: Coaching ersetzt keine Psychotherapie und keine ärztliche Behandlung. Es unterstützt im Alltag mit praxisnahen Werkzeugen zur Selbststeuerung.

 

Wer macht was? Psychologen haben Psychologie studiert, beraten und arbeiten diagnostisch, führen aber keine Psychotherapie durch. Psychotherapeuten haben nach einem Psychologie- oder Medizinstudium eine staatlich geregelte Ausbildung abgeschlossen und behandeln psychische Erkrankungen mit anerkannten Verfahren. Psychiater sind Fachärzte, behandeln psychische Erkrankungen medizinisch und verschreiben Medikamente.

Im Notfall

In einer psychischen oder körperlichen Notlage:

 

Ärztlicher Notdienst 116117
Notruf 112 / 110
Telefonseelsorge 0800 1110111 / 0800 1110222

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