Das AGIL-Framework
So organisierst Du Dich passend zu ADHS.
Ein fester Rahmen für Deine Selbstorganisation. Gebaut dafür, dass Aufgaben nicht im Kopf verloren gehen, Prioritäten klar sind und Du jeden Tag weißt, womit Du anfängst. Alles, ohne die Flexibilität zu verlieren, die Du mit ADHS brauchst.
Wissenschaftlich hergeleitet in meiner Masterarbeit · im Alltag erprobt
A
Aufnehmen
G
Gewichten
I
Integrieren
L
Lernen
Kennst Du das?
Im Job: Du arbeitest viel, und am Freitag ist das Wichtige trotzdem noch offen.
Im Studium: Die Hausarbeit kreist seit Wochen im Kopf. Angefangen ist sie nicht.
In der Selbstständigkeit: Ideen gibt es genug, nur wird kaum etwas fertig.
Zu Hause: Post, Termine, Haushalt. Irgendwas bleibt immer liegen.
Warum es nicht an Dir liegt
Das ist keine Frage des Wissens oder des Willens (Barkley, 2015). Bei ADHS arbeiten genau die Funktionen anders, die Planen, Priorisieren und Anfangen steuern. Und starre Pläne halten selten, weil sich ständig etwas ändert: die Energie, die Prioritäten, der Fokus. Was hilft, ist ein fester Rahmen, der beweglich bleibt und Dir die vielen kleinen Entscheidungen abnimmt.
Vier Schritte, immer in derselben Reihenfolge
Jede Woche und jeden Tag. Gearbeitet wird in kurzen Fokusblöcken mit festem Ende.
A
Aufnehmen
Alles raus aus dem Kopf, an einen festen Ort.
G
Gewichten
Entscheiden, was jetzt zählt, und nur so viel planen, wie wirklich passt.
I
Integrieren
Die Arbeit in den Alltag einbauen und erledigen, eins nach dem anderen.
L
Lernen
Kurz zurückschauen und eine Sache anpassen.
Wobei AGIL ansetzt
Aufgaben gehen im Kopf verloren.
Alles steht an einem Ort. Dein Kopf muss sich nicht alles merken.
Alles fühlt sich gleich wichtig an.
Einmal pro Woche entscheidest Du, was zählt, jeden Morgen, womit Du anfängst.
Die Woche ist voller geplant, als sie Stunden hat.
Du planst nur, was wirklich passt, mit Puffer für Unerwartetes.
Zehn Dinge angefangen, keins fertig.
Eine Aufgabe zur Zeit, in kurzen Blöcken mit festem Ende.
Du weißt, was zu tun ist, und fängst nicht an.
Feste Startpunkte und ein klar gewählter nächster Schritt.
Jedes neue System hält zwei Wochen.
Ein kurzer Rückblick jede Woche. Nach einem schlechten Tag geht es einfach weiter, ohne Nachholen.
Deine Werkzeuge wählst Du selbst: App, Whiteboard oder Papier.
Für wen AGIL gedacht ist
Entwickelt habe ich AGIL für Erwachsene mit ADHS, die im Arbeitsalltag viel selbst organisieren müssen. Die Grundidee passt überall, wo sich Aufgaben stapeln: im Studium, in der Selbstständigkeit und zu Hause.
Entwickelt in meiner Masterarbeit, erprobt im Alltag

Ich habe AGIL in meiner Masterarbeit an der Wilhelm Büchner Hochschule wissenschaftlich hergeleitet: aus der Forschung zu ADHS und Selbstorganisation, mit Betroffenen besprochen, im Arbeitsalltag erprobt und in vier Versionen weiterentwickelt. Die Grundidee kommt aus agilen Methoden der Softwareentwicklung wie Scrum und Kanban. Ich nutze AGIL selbst und passe es laufend an.