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ADHS bei Frauen! Warum die Diagnose oft (zu) spät kommt

  • Autorenbild: Julius Achenbach
    Julius Achenbach
  • 15. März
  • 2 Min. Lesezeit

Jahrelang funktioniert alles. Irgendwie. Du kompensierst, passt Dich an, hältst die Fassade aufrecht.

Und dann, oft erst mit 30 oder 40 , geht nichts mehr. Erschöpfung, RSD, Startparalyse. Das Gefühl, nie zu genügen. Und dann fällt, oft zum ersten Mal, der Begriff ADHS.

Konkret: ADHS bei Frauen.

Warum ADHS bei Frauen so oft übersehen wird

ADHS wird bei Jungen schätzungsweise 3- bis 4-mal häufiger diagnostiziert als bei Mädchen. Im Erwachsenenalter liegt das Verhältnis nahe bei 1:1. Frauen sind also vermutlich genauso oft betroffen, werden jedoch seltener/päter diagnostiziert.


Mögliche Gründe: Die Diagnosekriterien wurden an Jungen entwickelt. Frauen zeigen ADHS jedoch oft anders, weniger auffällig und für das Umfeld oft weniger "problematisch".

Dazu scheinen sich Frauen öfter anzupassen, zumindest bis die Energiereserven aufgebraucht sind.

Häufig werden zudem aus unterschiedlichen Gründen (bspw. auch wegen desvermuteten "Nicht-Ernstnehmens" von Symptomen bei Frauen) statt ADHS Depressionen oder Angststörungen diagnostiziert.


Hormone spielen mit

Was viele nicht wissen: Hormonelle Schwankungen während Pubertät, Menstruation, Schwangerschaft oder den Wechseljahren, können ADHS-Symptome zudem beeinflussen. Östrogene wirken auf die Neurotransmitter, die bei ADHS eine Rolle spielen, was in bestimmten Lebensphasen als besonders belastend erlebt werden kann.


Die Diagnose als Wendepunkt

Viele Frauen beschreiben den Moment der Diagnose als befreiend. Nicht weil alles leicht wird, sondern weil endlich eine Erklärung da ist. Aus „Was stimmt nicht mit mir?" wird „Ich kann es benennen und lernen, damit umzugehen."


Dass Frauen, zumindest mutmaßlich, teilweise weniger ernst genommen werden, ist natürlich nicht nur im ADHS-Umfeld ein Thema, sondern betrifft unterschiedliche Bereiche. Das ist, meiner ganz persönlichen Meinung nach, ein gesellschaftliches Problem, wo der Wandel gerade erst wirklich eingesetzt hat, weswegen es wichtig ist, Transparenz zu schaffen für mögliche Diskrepanzen.

Abgesehen von den Selbstzweifeln fällt es natürlich auch Frauen mit ADHS oft schwer, ihren Alltag fokussiert zu bestreiten. Manche haben durch die Startparalyse Probleme mit dem Beginnen von Aufgaben, andere erleben durch die Rejection Sensitivity Dysphoria mentalen Stress und wieder andere verlieren oft den Fokus oder haben Schwierigkeiten bei der strukturierten Priorisierung von Aufgaben.

Du schaffst das!

Ein begleitendes Coaching kann dabei helfen, wenn die oben genannten Punkte einzeln oder in Summe Dein Leben belasten. Im Coaching findest Du Strategien, die zu Deiner Lebensrealität passen, Beruf, Familie, Beziehung, Selbstfürsorge.

Bei Interesse freue ich mich, wenn Du ein Kostenloses Erstgespräch vereinbarst, in dem wir zusammen auf das schauen, was Dich belastet und wie ein ADHS-Coaching Dir individuell helfen kann.


Du schaffst das.


Julius Achenbach ADHS-Coaching & Systemisches Coaching | adhscoach.net


Wichtig: Coaching ersetzt keine Psychotherapie oder ärztliche Behandlung. Solltest Du Dich in einer psychischen Notlage befinden, wende Dich bitte an den ärztlichen Notdienst (116117), den Notruf (112) oder die Telefonseelsorge (0800 1110111 / 0800 1110222).


 
 
 

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AureliaenMusic
AureliaenMusic
15. März
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